Was bedeutet Dividende?

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Auf Wikipedia findet man erstmals folgende Aussage dazu:

„Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet.“

Und genau das, ist es im Prinzip auch schon. Die Dividende ist der laut Beschluss der Hauptversammlung an die Aktionäre ausgeschüttete Gewinn. Wie hoch sie jedes Jahr ausfällt, wird direkt auf der jährlichen Hauptversammlung beschlossen. Warum diese Ausschüttung interessant und wichtig ist und warum man darauf bei der eigenen Depotzusammenstellung nicht vergessen sollte, sehen wir uns jetzt näher an.

Inhaltsverzeichnis

Definition-der-Dividende
Die Dividendenrendite
Der Kupon
Ausschüttungen
Fazit

Definition der Dividende

Vom Sparbuch kennen natürlich alle diese Ausschüttung. Spätestens am Ende der Laufzeit (z.B. nach einem Jahr), ist das Sparbuch fällig und man geht auf die Bank und lässt sich die Zinsen auszahlen. Die Zinsen sind nichts anderes, als der Gewinn, den das angesparte Geld eingebracht hat. Du hast Dein Geld für Dich arbeiten lassen.

Die Dividende, die Dir ein börsennotiertes Unternehmen im besten Fall einmal jährlich ausbezahlt, ist Dein Anteil am Gewinn des Unternehmens, in das Du investiert hast.

Nebst den hoffentlich steigenden Aktienkursen an der Börse, macht also gerade diese Ausschüttung eine Aktienveranlagung zusätzlich interessant – noch dazu in zinsarmen Zeiten wie diesen. Dabei muss es nicht immer die Aktie eines einzelnen Unternehmens sein. Von der Dividende kannst Du auch bei einem Aktienfonds profitieren, bei dem das Fondsmanagement einen starken Fokus auf z.B. etablierte Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite setzt. Du kannst die Dividende auf jeden Fall als ein zusätzliches Einkommen der gewählten Veranlagung sehen. Manchmal gleicht die Dividende sogar mögliche Kursverluste gut aus.

Die Dividendenrendite

Ein Begriff, den man im Zusammenhang mit unterschiedlichen Wertpapieren sehr häufig hört, ist die sogenannte Dividendenrendite. Sie ist eine Kennzahl zur Bewertung und zum Vergleich einzelner Aktien und wird in Prozent angegeben. Die Dividendenrendite setzt die vom Unternehmen gezahlte Dividende mit dem Kurs der Aktien ins Verhältnis.

Ihre Höhe sagt allerdings nichts über die tatsächliche Qualität eines Unternehmens aus. Viele äußerst erfolgreiche Unternehmen reinvestieren einen möglichst hohen Teil der erwirtschafteten Gewinne und sind beim Ausschütten der Dividende eher zurückhaltend. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum ein Unternehmen das tun sollte. Wenn das Unternehmen die Gewinne z.B. in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert und dadurch neue und innovative Produkte entstehen, die dann wiederum mit Begeisterung von ihren Kunden erworben werden, dann hat das Unternehmen in seine Zukunft investiert und kann somit zu einem späteren Zeitpunkt einen höheren Gewinn an seine Aktionäre ausschütten.

Eine wichtige Frage bleibt noch offen: wie kommst Du zu Deiner Dividende?

Aktien sind in der Regel am Depot bei einem Geldinstitut verwahrt, das sich dann um die Abwicklung der Dividende kümmert. Die Auszahlung erfolgt im Normalfall als Überweisung auf ein dem Depot zugeordnetes Verrechnungskonto.

Der Kupon

Auch andere Finanzinstrumente profitieren von solch regelmäßigen Auszahlungen. Die Anleihe ist z.B. ein weiteres Wertpapier, das in Form des Kupons regelmäßig Geld auszahlt. Hier kann es viertel-, halb-, oder jährlich zur Überweisung auf das Verrechnungskonto kommen.

Der Kupon kann ein fester oder variabler Zinssatz sein, den PrivatanlergerInnen für den Nominalbetrag während der Laufzeit als Ausgleich für die Kapitalüberlassung erhalten (Nominalverzinsung). Der Nominalbetrag ist nichts anders, als der von Dir investierte Betrag zu Beginn der Laufzeit der Anleihe. Alle Details zum Kupon sind in den Anleihebedingungen schriftlich festgehalten.

Die Höhe des in den Anleihebedingungen festgelegten Zinskupons ist u.a. abhängig von der Kreditwürdigkeit (Bonität) des Emittenten, dem Besicherungsumfang und der Laufzeit der Anleihe. Zudem ist dies auch von den aktuellen Marktgegebenheiten, dem allgemeinen Kapitalmarktzins und dem Renditeniveau vergleichbarer Anleihen abhängig.

Ausschüttungen

Auch bei Investmentfonds kann man eine regelmäßige Auszahlung wählen. Generell musst Du Dir bei der Veranlagung in Fonds überlegen, ob Du eine solche Zahlung möchtest oder nicht. In der Bezeichnung des Fonds findet sich zumeist am Ende ein „A“ für „Ausschüttend“ oder „T“ für „Thesaurierend“.

Diese Auszahlung setzt sich bei ausschüttenden Investmentfonds („A) in der Regel aus ordentlichen und gegebenenfalls auch außerordentlichen Erträgen, sowie der auf die ausschüttungsgleichen Erträge entfallenden Kapitalertragssteuer (KESt.) des Fonds zusammen. Ordentliche Erträge enthalten Dividenden und/oder Zinsen, außerordentliche Erträge enthalten Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren.

Achtung: Der Rechenwert eines Investmentfonds vermindert sich am Tag der Ausschüttung (auch „Ex-Tag“ genannt) um diesen Ausschüttungsbetrag. Die Höhe der Ausschüttung wird jedes Jahr von der Kapitalanlagegesellschaft festgelegt und kann grundsätzlich auch aus der Substanz des Investmentfonds erfolgen. Wichtig ist auch zu beachten, dass die Höhe der Ausschüttung keinen Aufschluss über die Qualität eines Anlagefonds oder seines Managements gibt!

Fazit

Eine Dividende/ein Kupon/eine Ausschüttung bietet Dir regelmäßige Einkünfte. Sie kann einen Zusatz zum Kursgewinn Deines Investments bedeuten.

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